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Was wir vom Rebranding der Universität Lyon 1 lernen können
Die Université Claude Bernard Lyon 1 hat sich Anfang 2026 ein neues Gesicht gegeben – und heisst jetzt schlicht «Lyon 1 Université». Neuer Name, neues Logo, neue Ambitionen. Was auf den ersten Blick wie ein simpler Namenswechsel wirkt, ist ein Musterbeispiel für gelungene Markenarbeit.
Mut zur Vereinfachung
Der sperrige Vollname weicht einem klaren, einprägsamen Auftritt. Das ist kein Zufall: In Befragungen und Workshops mit rund 1’000 Beteiligten – Mitarbeitende und Studierende – zeigte sich, dass «Lyon 1» längst der Name war, den alle benutzten. Die Universität hat also nicht eine neue Marke erfunden, sondern die bestehende Realität zur offiziellen Identität gemacht. Klug.

Ein Logo, das Bewegung zeigt
Das neue Logo arbeitet mit Farbverläufen in Rot- und Rosatönen und einer aufsteigenden, dynamischen Form. Es soll Transformation und Aufbruch vermitteln – ohne beliebig zu werden. Die offizielle Enthüllung fand am 12. Januar 2026 bei der Neujahrsansprache des Universitätspräsidenten im Auditorium de Lyon statt.
Und der Rollout? Besonnen statt überstürzt.
Besonders sympathisch: Die Universität betont, dass niemand sofort alle bestehenden Materialien neu drucken muss. Der Übergang erfolgt schrittweise, begleitet von einer neuen Website und einem strukturierten Dialog mit allen Abteilungen. Ein realistischer Ansatz, der auch das Budget schont.
Was Organisationen daraus mitnehmen können
Ob Universität, Hotel oder KMU – die Prinzipien guter Markenarbeit sind dieselben: Zuhören, vereinfachen, das Wesentliche stärken. Und den Mut haben, das offizielle Bild an die gelebte Realität anzupassen.