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Senio­ren ent­de­cken den Schnee und der Wer­ber sein Alter

Die Ziel­grup­pe der älte­ren Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten wird immer inter­es­san­ter für den Markt – und für mich – schliess­lich wird man auch nicht jün­ger. Irgend­wann sieht man ein, dass man als altern­der Wer­be-Hei­ni nicht mehr immer mit den jun­gen Hüp­fern hop­sen muss und kann. Ist dann die Freu­de an der neu­en alten Ziel­grup­pe ego­is­tisch? Nein, die ist hoch inter­es­sant und wird (noch) mas­siv unterschätzt.

Mag sein, dass sich die jun­ge Gene­ra­ti­on von Face­book längst ver­ab­schie­det hat, die Alten sind noch hier. Und wie! Da wird freu­dig kom­men­tiert, gelik­ed und geteilt. Von einer sol­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit Wer­bung kann man bei den unter 40-jäh­ri­gen nur träu­men. Dazu kommt, dass die­se Ziel­grup­pe zwei Din­ge mit­bringt, die für Wer­bung hoch inter­es­sant sind: Zeit und Geld. Hier muss ich nicht schnell und bil­lig, hier darf es durch­aus auch mal aus­gie­big und teue­rer sein.

Face­book-Kam­pa­gne Lenk-Sim­men­tal Tou­ris­mus 2017 (Ziel­grup­pe 60+)

Jetzt sind sie da, die Baby­boo­mer und kon­su­mie­ren jen­seits der Pen­sio­nie­rung was das Zeug hält. Genau so erfreu­lich ist zudem, dass sie aller Aus­sicht nach noch eine gan­ze Wei­le Kun­den blei­ben wer­den – so 15 bis 20 Jah­re wahr­schein­lich. In allen ande­ren Alters­seg­men­ten ist das eine hal­be Ewig­keit in der sie vom hip­pen Teen­ager zu Fami­li­en­vä­tern und dann zur Mid­life-Kri­se wer­den. Mit kom­plett unter­schied­li­chen Ein­stel­lun­gen und Bedürf­nis­sen, die sie alle fünf Jah­re wech­seln wie die Wei­te der Jeans und die Län­ge des Bar­tes. Da ist jen­seits der 60 wesent­lich mehr Ruhe in der Ziel­grup­pe und die gröss­te Ver­än­de­rung ist wohl in der maxi­ma­len Geh­di­stanz vom Park­platz zum Restau­rant zu suchen.

Für etli­che Bran­chen wür­de sich der Umstieg auf die­se Ziel­grup­pe oder wenigs­tens ihre lie­be­vol­le Berück­sich­ti­gung loh­nen. Hier kön­nen wir den Markt lang­fris­tig beein­flus­sen und eine treue Fan­ge­mein­de auf­bau­en. Viel­leicht mit etwas lang­sa­me­ren und weni­ger preis­ver­däch­ti­gen Wer­be­mit­teln, die man auch ver­steht, wenn man nicht die Syn­ap­sen eines 15-jäh­ri­gen Gamers besitzt.

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Kein Ein­heits­brei jen­seits der 60

Nun soll­te man aber sicher nicht den Feh­ler bege­hen, hier jen­seits der 50er-Gren­ze plötz­lich von einer homo­ge­nen Mas­se aus­zu­ge­hen. Auch in die­sem Alters­seg­ment gibt es die wil­des­ten Unter­schie­de an Ein­stel­lun­gen und Lebens­um­stän­den. Von denen, die sich mit 70 füh­len wie 50 und agie­ren wie 40, bis zu jenen, die wirk­lich nicht mehr kön­nen und wol­len. Aber letzt­lich haben wir das ja alle schon bei den Jun­gen gelernt: nicht die Ziel­grup­pe soll­te im Zen­trum ste­hen, die Mis­si­on der Mar­ke wird ihre Ziel­grup­pe fin­den. Das stimmt umso mehr, wenn man eben etwas mehr Zeit hat, um sie anzu­spre­chen und die Mar­ken­ge­schich­te zu erzäh­len – ein­fach etwas lang­sa­mer und deutlicher.

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Erfah­rung mit 60+ im Tourismus

In den letz­ten Mona­ten haben wir – viel­leicht hat das auch mit unse­rem Agen­tur-Alter zu tun – gleich meh­re­re Kam­pa­gnen in der Ziel­grup­pe der über 60+ rea­li­siert. Die Face­book-Kam­pa­ge «Win­ter­lie­be» für Lenk-Sim­men­tal Tou­ris­mus und «Genuss­wan­dern» für die Lenk-Berg­bah­nen. Ganz so alt bin ich ja noch nicht, aber bei­de haben schon beim Rea­li­sie­ren Spass gemacht. Nicht zuletzt auch wegen der Model­le, die in die­ser Alters­ka­te­go­rie ein­fach weni­ger «schwie­rig» sind – nicht zu fin­den, aber im Umgang.

Gera­de hier im Tou­ris­mus sehen wir für vie­le Desti­na­tio­nen eine gute Chan­ce, sich mit die­ser Ziel­grup­pe nicht nur im Tages­ge­schäft, son­dern auch in der Wer­bung anzu­freun­den. Aber auch in ande­ren Bran­chen täte viel­leicht ein wenig weni­ger hipp-sein ganz gut. Ich habe rich­tig Lust gekriegt, die­se Ziel­grup­pe noch viel mehr zu bearbeiten.

Mehr zum Thema

Nun, bin ich ja noch recht frisch bei die­ser Ziel­grup­pe (in wel­chem Sinn auch immer). Kol­le­ge Ben­no Frick von Frick & Part­ner GmbH hat da wesent­lich mehr (Lebens-)Erfahrung und bie­tet umfas­sen­de Bera­tung und For­schung für Mar­ke­ting in die­ser Generation.

Hier http://www.boomgeneration.ch sind sei­ne Dienst­leis­tun­gen zu finden.