Sinn und Unsinn von QR-Codes-2801

Sinn und Unsinn von QR-Codes

Das Erstellen von QR-Codes ist grundsätzlich kein Problem und sollte wenig bis nichts kosten. Wer für das Generieren von QR-Codes mehr verlangt als die paar Minuten, die sie für die Erstellung benötigen, übervorteilt seine Kunden. Online gibt es zahlreiche Generatoren, die QR-Codes gratis generieren.

Gratis QR-Generatoren

Die generierten Codes können ohne weiteres auch in Druckerzeugnissen eingesetzt werden. Durch die einfache Schwarz oder Weiss Codierung können auch kleine QR-Codes interpoliert und auf Druckauflösung gebracht werden, ohne dass auf speziell generierte Codes zurückgegriffen werden muss.

QR-Codes enthalten in der Regel wahlweise folgende Inhalte (es gibt noch einige «Exoten», die aber hier nicht berücksichtigt werden):

  • Text
  • URL
  • Telefonnummer
  • SMS
  • vCard

Text

Einfach ein kurzer Text. Je nach Druckgrösse ist die Auflösung beschränkt und entsprechend auch die Textmenge, die darin enthalten sein kann. Diese Anwendung macht eigentlich fast nie Sinn (ausser vielleicht bei langen Passwörtern, die so komfortabel aber nicht sehr sicher, eingescannt werden können).

URL

Ein Link auf eine beliebige Webseite. Je nach Medium sollte die URL aber über einen URL-Shortener vorher noch verkürzt werden, damit der QR-Code auch aus einiger Distanz noch gescannt werden kann. Diese Funktion ist sinnvoll, wenn gezielt definierte Unterseiten einer Internetpräsenz aufgerufen werden sollen. Beispielsweise für Detailinformationen zu einem bestimmten Produkt. Für die Vermittlung einer allgemeinen Internetpräsenz ist diese Methode nur bedingt sinnvoll.

Anruf

Hier werden Landesvorwahl, Vorwahl und Rufnummer gespeichert. Ob die Nummer direkt angerufen werden kann, hängt von der Hardware und der verwendeten Software ab, mit der der QR-Code gescannt wurde. Diese Funktion ist in den meisten Fällen ziemlich sinnlos, weil das Scannen des QR-Codes viel aufwändiger ist, als einfach eine gedruckte Telefonnummer abzutippen.

SMS

Eine Vordefinierte SMS wird – natürlich nur auf Telefonen – generiert und zum Abschicken bereitgestellt. Damit kann beispielsweise die Einverständniserklärung für SMS-Marketing vereinfacht, oder direkt Informationen per SMS angefordert werden. Der Vorteil für den Konsument ist hier, dass er die SMS nicht selbst schreiben muss.

Sinn und Unsinn von QR-Codes

QR-Codes sind In! Vor allem bei den Absendern. Konsumenten haben QR-Codes bisher nicht gross akzeptiert – die Anwendung ist meist einfach zu kompliziert. QR-Codes vermitteln aber einen gewissen Zeitgeist des Absenders und können so einen Kommunikationsnutzen haben. Die Grenze zwischen Nützlichkeit und Verärgerung des Kunden ist aber schmal und muss sehr gut abgewogen werden.

In Zukunft können Programme wie Apples Passbook daran vielleicht etwas ändern. Hier werden QR-Codes und normale 2D-Strichcodes als Ersatz für Papier-Coupons genutzt. Kunden erhalten per Mail den entsprechenden Code und können durch das Vorweisen des Codes an der Kasse als Clubmitglieder identifiziert werden, oder sie erhalten eine Rabatt.